Hanfstecklinge

Ein Steckling oder ein Klon ist eine Pflanze mit den gleichen genetischen Eigenschaften wie die von der er erhalten wurde. Die Pflanze von der man einen Steckling erhält, nennt man Mutterpflanze. Im Prinzip geht es bei Stecklingen darum, von der Mutterpflanze ein Stück abzuschneiden und dieses Extrastück dazu zu bringen, dass es im Boden neue Wurzeln schlägt. So wie es bei manch einem die Großmutter mit den Geranien machte…

hanfstecklinge

Nutzen der Stecklinge

Der Anbau von Klonen bietet guten Nutzen. Wir wissen, dass die Pflanzen weiblich sind. Außerdem ist ihre Widerstandsfähigkeit, ihr erwartetes Wachstum und ihre Produktivität höher, als die der Pflanzen aus den Samen. Auf diese Weise kann man eine Pflanze unendlich lange am Leben erhalten. Einfach indem man ihre Klone wieder klont.

Wenn jemand mit dem Anbau von Pflanzen neu beginnt, lernt er wesentlich mehr über die Pflanze, wenn er Hanfsamen statt Hanfstecklinge nutzt. Doch für den Amateur und Profi sind die Klone ein wichtiges und unersetzliches Arbeitswerkzeug.

Wie macht man Hanfstecklinge?

Um Hanfstecklinge zu erzeugen, braucht man eine präzise Schere die einen sauberen Schnitt am Halmansatz der Pflanze schneidet. Zur Not geht auch ein sehr scharfes Messer. Es lohnt sich Wurzelhormone hinzuzugeben. Dabei handelt es sich um ein Produkt, das den Prozess der Wurzelbildung stimuliert und beschleunigt. Wurzelhormone existieren in verschiedenen Formen: Pulver, flüssig oder Gel. Es gibt sie biologisch und chemisch.

Wurzelhormone in Pulverform sind bereits sehr gut, aber man muss ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen. Man sollte wirklich sehr wenig Pulver nutzen und viel Vorsicht walten lassen, um die Halmanfänge der Stecklinge nicht zu überdecken. Sollten sie überdeckt werden, kann das Wasser nicht mehr zu den Wurzeln fließen und sie sterben ab. 1 cm Pulver um den Stiel herum reicht völlig aus.

Wurzelhormone in Form von Flüssigkeit oder Gel führen zu besseren Erfolgen und sind in der Anwendung spürbar leichter. Bio-Wurzelhormone in flüssiger Form könne ganz leicht und ohne große Bedenken hinzugegeben werden. Für genauere Informationen sollte die Anleitung des jeweiligen Produktes gelesen werden. Hormone in Gelform müssen nur ganz leicht und in geringer Menge an die Basis des Hanfstecklings gegeben werden.

Die Stecklinge ohne Wurzeln können kein Wasser aus der Umgebung aufnehmen. Ein anderer zu berücksichtigender Faktor ist die Feuchtigkeit. Je höher die Feuchtigkeit, desto schneller bildet der Steckling Wurzeln. Ideal ist eine Feuchtigkeit zwischen 70% und 80%. Um eine solch hohe Feuchtigkeit zu erzeugen, kann beispielsweise eine altes Aquarium oder eine große alte und transparente Plastikkiste genutzt werden. Außerdem kann man Mini-Gewächshäuser mit Heizung  kaufen. Auch eignet sich ein kleiner thermischer Teppich. Dieser kann sich als sehr nützlich erweisen, da bereits eine Temperatur zwischen 20º-25º das Wurzelwachstum stimuliert.

Ein weiterer Punkt ist das Licht. Damit der Hanfsteckling möglichst schnell neue Wurzeln bildet, sollte das Licht schwach sein. Man kann ihn z.B. in einer Ecke kultivieren, in der er vorm direkten Sonnenlicht geschützt ist. Als Umgebung eignen sich kleine Eimer aus Wolle mit den Dimensionen 4x4x4. Aber auch Töpfe eignen sich. Je kleiner desto besser. 5-8 cm Durchmesser ist in Ordnung. Da die Blütenachse des Hanfstecklings eher klein ist, sollte er schnell Wurzeln schlagen.

Samen vs. Hanfsteckling

Doch wie sieht der direkte Vergleich zwischen Hanfsamen und Hanfstecklingen aus? Für was sollte man sich entscheiden, wenn man die Wahl hat?

Ausbleiben von Pilzen, Plagen und Krankheiten

Hanfstecklinge leiden häufiger unter Plagen und Krankheiten als Samenpflanzen. Mit Hanfsamen hat man immer die Gewissheit, dass sie sauber und ohne Parasiten daherkommen.

Auswahl an Sorten

Man findet weitaus mehr Auswahl an verschiedenen Hanfsorten bei Samenpflanzen als bei Stecklingen. An Stecklingen gibt es meist nur aktuelle Modepflanzen zur Auswahl. Zudem ist der Verkauf von Hanfstecklingen in den meisten Ländern untersagt, während man Hanfsamen ganz legal und einfach über das Internet bestellen darf.

Längere Pflanzzeit

Das Kultivieren von Hanfsamen kann bereits im März oder April erfolgen und folglich ist die Entwicklung der Samen eine natürliche Entwicklung. Das soll heißen, dass die Samen ein paar gute Monate Wachstum haben, bevor sie zu blühen beginnen. Dadurch werden sie wesentlich größer als Hanfstecklinge.

Bei Stecklingen muss man im Außenbereich solange warten, bis die Tage wirklich lang geworden sind. Das ist in Deutschland erst Mitte Mai der Fall. Die Stecklinge beginnen zu blühen, noch bevor sie ihre volle Größe entwickeln können. Außerdem verlangsamt die Rekultivierung den Entwicklungsprozess.

Fazit

Hanfpflanzen die aus Samen entstanden sind, wachsen schneller als Stecklinge. Deshalb kann mit den Samen zeitlich betrachtet früher begonnen werden. Der Größenunterschied ist beachtlich. Auch hier siegen die Hanfsamen. Zudem ist bei den Pflanzen aus den Samen der Stiel dicker als bei den Stecklingen. Wem die Ernteerträge wichtig sind, sollte ebenfalls auf Hanfsamen setzen.

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